Würdest du lieber …?
Zwei Möglichkeiten, eine Entscheidung – und oft ein überraschend gutes Gespräch. Hier findest du Ideen, wie ihr mit den Fragekarten spielen, lachen, diskutieren und immer wieder neue Antworten entdecken könnt.
So einfach geht's
Zieht eine Karte, lest die Frage vor und entscheidet euch für eine der beiden Möglichkeiten.
Besonders spannend wird es, wenn ihr nicht nur sagt, was ihr wählen würdet, sondern auch warum. Dabei darf natürlich jeder eine andere Meinung haben.
7 Ideen für eure „Würdest du lieber …?“-Karten
Der Klassiker
Eine Karte ziehen, entscheiden und begründen.
Die spannendste Frage kommt oft danach: Warum würdest du dich dafür entscheiden?
So wird aus einer schnellen Antwort ganz nebenbei ein richtig gutes Gespräch.
Alle gleichzeitig
Lest eine Frage vor und entscheidet euch gleichzeitig.
Zeigt zum Beispiel mit der linken Hand Möglichkeit eins und mit der rechten Hand Möglichkeit zwei.
Danach wird verglichen: Wer hat gleich entschieden? Wer ganz anders?
Überzeuge mich!
Zwei Personen wählen unterschiedliche Antworten und versuchen anschließend, die andere Seite von ihrer Entscheidung zu überzeugen.
Dabei dürfen auch völlig verrückte Argumente auftauchen. Hauptsache, ihr könnt erklären, warum eure Wahl die bessere wäre.
Was würdest du wählen?
Bevor jemand antwortet, raten die anderen: Welche Möglichkeit wird diese Person wohl wählen?
Danach wird aufgelöst – und natürlich erzählt, warum die Vermutung gestimmt hat oder völlig danebenlag.
Eine schöne Variante für Familien und Freunde, die sich schon gut kennen.
Du musst dich entscheiden
„Beides!“ oder „Keines!“ gilt diesmal nicht. Jede Person muss sich für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden.
Gerade bei schwierigen oder besonders verrückten Fragen entstehen dadurch oft die lustigsten Diskussionen.
Und was wäre dann?
Nach der Entscheidung wird die Frage weitergesponnen.
Beispiel: Du würdest lieber unsichtbar sein? Was würdest du als Erstes machen? Wie lange würdest du unsichtbar bleiben wollen? Was wäre daran vielleicht schwierig?
So entstehen aus einer Karte ganz neue Gespräche und Geschichten.
Erfindet eigene Fragen
Jetzt seid ihr dran: Reihum darf jede Person eine eigene „Würdest du lieber …?“-Frage erfinden.
Lustig, knifflig oder völlig verrückt – alles ist erlaubt.
Oft sind die selbst erfundenen Fragen am Ende sogar die Lieblingsfragen der Runde.
Kleiner Rüsselfuchs-Tipp
Bei „Würdest du lieber …?“ geht es nicht darum, die bessere Antwort zu finden. Viel spannender ist, dass zwei Menschen dieselbe Frage ganz unterschiedlich beantworten können.
Fragt deshalb lieber neugierig nach: „Warum denkst du so?“ statt die Antwort zu bewerten. Genau daraus entstehen oft die besten Gespräche.
Perfekt für kleine Gesprächsmomente
Beim Essen
Eine Karte in die Tischmitte legen und gemeinsam beantworten – schon habt ihr einen einfachen Gesprächsimpuls für die ganze Familie.
Unterwegs
Im Auto, Zug, Wartezimmer oder Restaurant braucht ihr nichts außer ein paar Karten und ein bisschen Zeit.
Vor dem Schlafengehen
Eine lustige oder fantasievolle Frage kann ein schöner Abschluss des Tages sein – ganz ohne langes Spiel.
Ideen für Schule & Gruppe
Abstimmen im Raum
Legt fest: Eine Seite des Raumes steht für Antwort A, die andere für Antwort B. Nach jeder Frage stellen sich alle Kinder auf ihre gewählte Seite.
Anschließend dürfen einzelne Kinder erklären, warum sie dort stehen.
Partnergespräch
Zwei Kinder ziehen gemeinsam eine Karte, entscheiden sich und sprechen kurz über ihre Antworten.
Danach kommt eine neue Karte oder ein neuer Gesprächspartner.
Meinung ohne richtig oder falsch
Nutzt eine Frage als Einstieg, um darüber zu sprechen, dass Menschen unterschiedlich denken und trotzdem beide Antworten in Ordnung sein können.
Eigene Klassenfragen
Jedes Kind erfindet eine eigene „Würdest du lieber …?“-Frage. Anschließend werden einige davon gemeinsam beantwortet.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignen sich die Karten?
Die Karten sind für Kinder ab etwa 5 Jahren gedacht. Die Fragen sind so formuliert, dass Kinder schnell einsteigen können und trotzdem genügend Raum für eigene Gedanken bleibt.
Muss man seine Antwort begründen?
Nein. Manchmal reicht eine schnelle Entscheidung völlig aus. Wenn ihr mehr ins Gespräch kommen möchtet, ist die Frage „Warum?“ aber oft besonders spannend.
Dürfen Erwachsene mitspielen?
Unbedingt. Gerade wenn Kinder auch die Antworten der Erwachsenen hören, entstehen oft lustige Überraschungen und echte Gespräche auf Augenhöhe.
Wie viele Personen können mitspielen?
Schon zu zweit funktioniert das Spiel sehr gut. Genauso könnt ihr die Karten mit der ganzen Familie, einer Gruppe oder einer Schulklasse verwenden.
Kann man die Karten unterwegs verwenden?
Ja. Das Spiel braucht keine Vorbereitung und kein zusätzliches Material. Deshalb eignen sich die Karten besonders gut fürs Auto, auf Reisen, im Restaurant oder bei Wartezeiten.
Eignen sich die Karten für Schule oder pädagogische Arbeit?
Ja. Die Fragen können als Gesprächsimpuls, für Kennenlernrunden, Partnerarbeit oder als spielerischer Einstieg in Themen wie Meinung, Zuhören und Perspektivwechsel eingesetzt werden.
Entscheiden, erzählen und gemeinsam lachen
Eine Frage dauert manchmal nur ein paar Sekunden – und manchmal entsteht daraus ein Gespräch, an das man sich noch lange erinnert.
Zieht einfach eine Karte und schaut, wohin euch die nächste Entscheidung führt.