Starke Taten
Kleine Ideen können ziemlich viel bewegen. Hier findest du Möglichkeiten, wie ihr die Umweltkarten im Alltag, in der Schule oder draußen nutzen könnt – zum Entdecken, Ausprobieren und Selbermachen.
So könnt ihr starten
Zieht eine Karte und schaut gemeinsam, zu welcher Kategorie sie gehört: Mach mit, Sei schlau oder Werde kreativ.
Ihr müsst dabei nicht alle Karten der Reihe nach durcharbeiten. Manche passen spontan in den Alltag, andere eignen sich besser für ein Wochenende, einen Ausflug oder eine kreative Stunde. Nehmt einfach die Karte, die gerade zu euch passt.
8 Ideen für eure Umweltkarten
Unsere starke Tat der Woche
Zieht zu Beginn der Woche eine Karte aus „Mach mit“ und versucht, die Idee in den nächsten Tagen immer wieder umzusetzen.
Am Wochenende könnt ihr überlegen: Hat es gut funktioniert? War es leicht oder eher schwierig?
Umwelt-Detektive
Wählt eine Karte und beobachtet euren Alltag einmal ganz genau.
Wo wird Wasser gebraucht? Wo entsteht Müll? Wann benutzen wir Dinge nur sehr kurz? Was machen wir vielleicht schon besonders gut?
Dabei geht es erst einmal nur ums Entdecken – nicht darum, sofort alles verändern zu müssen.
Heute weiß ich mehr
Zieht eine Karte aus „Sei schlau“ und lest das Entdeckerwissen gemeinsam.
Danach darf jede Person eine Sache nennen, die sie besonders überrascht hat.
Extra spannend: Überlegt, welche neue Frage dadurch entstanden ist.
Aus Wissen wird eine Tat
Nachdem ihr etwas Neues erfahren habt, überlegt gemeinsam: Was könnten wir damit im Alltag anfangen?
Nicht jede Wissenskarte braucht eine konkrete Aktion. Aber manchmal entsteht ganz von selbst eine kleine Idee, die ihr ausprobieren möchtet.
Unsere Umwelt-Challenge
Sucht gemeinsam eine machbare Aufgabe aus und probiert sie für einige Tage aus.
Wichtig: Die Challenge soll kein Wettbewerb sein. Spannender ist die Frage: Was hat sich dadurch bei uns verändert?
Kreativ aus dem, was schon da ist
Nehmt eine Karte aus „Werde kreativ“ und schaut zuerst, welche Materialien ihr bereits zu Hause habt.
Vielleicht lässt sich aus Verpackungen, Papierresten oder anderen Dingen noch etwas Neues machen, bevor etwas extra gekauft wird.
Wer hat noch eine Idee?
Zieht eine Karte und überlegt anschließend gemeinsam, welche ähnlichen Ideen euch noch einfallen.
Aus einer Karte entstehen vielleicht drei neue Möglichkeiten – und plötzlich werden die Kinder selbst zu Umwelt-Ideen-Erfindern.
Unsere starken Taten sammeln
Haltet kleine Dinge fest, die ihr ausprobiert habt – auf einem Blatt, an einer Pinnwand oder in einem kleinen Heft.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viel abzuhaken. Viel schöner ist es zu sehen: Das haben wir schon ausprobiert und dabei gelernt.
Kleiner Rüsselfuchs-Tipp
Umweltschutz sollte sich für Kinder nicht wie eine lange Liste von Dingen anfühlen, die sie falsch machen könnten.
Sprecht deshalb lieber darüber, was Kinder ausprobieren und mitgestalten können. Kleine Veränderungen, neugierige Fragen und eigene Ideen sind wertvoller als Perfektion.
Die drei Kategorien unterschiedlich nutzen
Mach mit
Kleine Alltagstaten, die direkt ausprobiert werden können. Ideal für Wochenaufgaben oder spontane Familienideen.
Sei schlau
Überraschendes Wissen über Natur und Umwelt. Erst entdecken und verstehen – und anschließend neugierig weiterfragen.
Werde kreativ
Nachhaltige Kreativideen, bei denen vorhandene Materialien genutzt und Dinge neu gedacht werden können.
Ideen für Schule & Gruppe
Karte der Woche
Wählt gemeinsam eine Umweltkarte aus, die eine Woche lang im Klassenraum sichtbar bleibt. Am Ende wird kurz besprochen, was die Kinder dazu entdeckt oder ausprobiert haben.
Forschergruppen
Kleine Gruppen bekommen unterschiedliche Wissenskarten. Anschließend erzählen sie den anderen, was sie besonders interessant oder überraschend fanden.
Ideenwerkstatt
Eine Karte dient als Ausgangspunkt. Danach sammelt die Gruppe weitere Ideen: Was könnten wir in unserer Klasse, Schule oder Kita selbst ausprobieren?
Unser Umweltprojekt
Sucht gemeinsam eine Karte aus, aus der eine kleine Aktion entstehen kann. Das muss kein großes Projekt sein – oft reicht schon eine Idee, die wirklich umgesetzt wird.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignen sich die Umweltkarten?
Die Karten sind für Kinder ab etwa 5 Jahren gedacht. Je nach Thema können Erwachsene die Inhalte gemeinsam mit jüngeren Kindern lesen und besprechen.
Müssen die Karten der Reihe nach verwendet werden?
Nein. Ihr könnt jederzeit eine einzelne Karte auswählen oder gezielt eine der drei Kategorien nutzen. Die Karten sind als kurze Impulse gedacht und müssen nicht wie ein Programm abgearbeitet werden.
Muss jede Wissenskarte zu einer Aufgabe werden?
Nein. Manchmal ist es vollkommen ausreichend, etwas Neues zu erfahren und darüber zu sprechen. Wissen, Fragen und Neugier gehören genauso zum Umweltbewusstsein wie konkrete Taten.
Was mache ich, wenn eine Aufgabe bei uns nicht umsetzbar ist?
Dann wählt einfach eine andere Karte. Familien, Schulen und Lebenssituationen sind unterschiedlich – nicht jede Idee muss für jeden Alltag passen.
Kann ich die Karten in der Schule oder Kita einsetzen?
Ja. Die Karten eignen sich für Gesprächsrunden, Sachunterricht, Natur- und Umweltprojekte, Gruppenarbeit oder als kurzer Impuls zwischendurch.
Geht es bei den Karten darum, Kindern möglichst viele Regeln beizubringen?
Nein. Das Set verbindet konkrete Alltagstipps, Naturwissen und kreative Ideen. Im Mittelpunkt stehen Verstehen, Ausprobieren und das Gefühl, selbst etwas mitgestalten zu können – ohne moralischen Zeigefinger.
Kleine Taten dürfen klein anfangen
Kinder müssen nicht die Welt retten. Aber sie dürfen verstehen, entdecken, ausprobieren und erleben, dass ihre Ideen und Entscheidungen etwas bewirken können.
Zieht eine Karte und schaut einfach, welche starke Tat heute zu euch passt.